Sunseeker Predator in 1:72

Sunseeker Predator „Kathi“

Hallo Leser. Wie bereits angekündigt kommt hier der Baubericht für mein neues Projekt.
Diesmal ist es die Sunseeker Predator 108 von Revell in 1:72.

Angaben zum Original:

Typ: Yacht
Baujahr/Zeitraum: 2006
Herkunft: GB
Antriebsleistung: 2 x 1470 kW
Geschwindigkeit: 32 kn

Angaben zum Modell:

Maßstab: 1:72
Erscheinungsmonat: 10/2008
Einzelteile: 140
Länge: 457 mm
Skill-Level: 4

Selbstverständlich ist die Fernsteuerung des Modells geplant.
Zuerst habe ich die Bauanleitung von Revell studiert. Danach die Spritzäste ausgepackt und intensiv betrachtet.
Dabei tauchten bereits die ersten Probleme auf:

Das Modell hat kein Ruder.

Die Steuerung funktioniert im Original anscheinend über die hydraulisch schwenkbaren Arneson-Oberflächenantriebe.
Sowas in diesem Maßstab zu bauen ist wohl nichts für mich.
Also hatte ich zuerst den Plan das Modell über die beiden äußeren Propeller mittels Panzersteuerung zu lenken.
Kurz danach fand ich bei Conrad einen Bausatz für ein Kreuzmischermodul. Damit können die Signale von Fahrt und Rudersteuerung auf zwei Fahrtregler verteilt werden.
Ich habe die entsprechenden Teile also bestellt und los gings.

Hier ein Bild des Kartons.

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Sowie ein Bild des Inhalts und der weiteren Bauteile.

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Nachdem die technischen Details ( vermeintlich ) geklärt waren, konnte ich mit dem Bau beginnen.
Der Rumpf besteht aus den zwei Hälften und dem separaten Heckspiegel. Daran muss dann noch die Badeplattform geklebt werden.
Hierbei ist natürlich Sorgfalt von Nöten, damit später kein unfreiwilliges U-Boot entsteht.

Zuerst zwei Bilder des geklebten Rumpfes von oben.

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Danach die Rumpfschale von unten.

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Jedesmal wenn ich einen Revell Bausatz als RC-Modell baue, stehe ich vor dem gleichen Problem:
Wo platziere ich die Wartungs- und Reparaturöffnung.
Das Modell soll leicht zu öffnen sein.
Nach Möglichkeit will ich alle technischen Bauteile austauschen können.
Der optische Eindruck des Modells soll nicht zerstört werden.
Meistens löse ich den größten Teil der Aufbauten von den Spritzästen und puzzle damit herum, bis mir die beste Lösung einfällt.
Nach längerem hin und her habe ich mich bei der Sunseeker Predator dafür entschieden, den Salon auszuschneiden und mitsamt dem stromlinienförmigen Aufbau abnehmbar zu machen.
Vorteil hierbei ist, dass der Vorderteil des Aufbaus in seiner Führung stabil gehalten wird.
Ich kann den abnehmbaren Teil also vorne einrasten und hinten denke ich an eine dünne Schicht Vaseline zwischen dem Aufbau und meinem Lager.

Es folgt ein Bild des ( noch lose eingelegtem ) Oberdecks.

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Danach der ausgeschnittene Salon.

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Der nächste Bauschritt war für mich der Zusammenbau des abnehmbaren Aufbaus.
Hier musste ich sehr aufpassen, damit ich nicht irgendwelche Teile zusammen klebe die besser noch nicht geklebt werden.

Hier ist jetzt einmal das Oberdeck und daneben der abnehmbare Salon zu sehen.

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Danach dann das komplette Oberdeck.

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Die Nahtstelle ist praktisch nicht zu sehen.
Als Antriebswellen habe ich wie bei der Hermann Marwede die 2mm Wellen mit 4mm Stevenrohren von Graupner gewählt.
Als Propeller werde ich 25mm Props von Raboesch testen.
Ich schreibe hier bewusst testen. Ob das ganze funktioniert und ein gutes Fahrbild gibt, kann ich noch nicht sagen. Das Original fährt ja mit Oberflächenantrieben.
Na ja, wir werden sehen.

Auf dem ersten Bild sind die Stevenrohre mit Schmiernippeln zu sehen sowie die Wellen mit den Propellern ( Die langen Nasen der Propeller habe ich abgeflext ).

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Danach die eingebauten Wellen.

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Zuletzt ein Bild des Hecks mit den eingebauten Wellen mit Propellern.

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( Das ist übrigens keine Fotomontage, die Propeller sehen tatsächlich so groß aus im Vergleich zum Schiff. Ich bin sehr gespannt darauf, ob ich ein Schiff oder einen Milchaufschäumer baue )
Da die Stevenrohre jetzt verbaut waren, habe ich mich noch etwas mit der kosmetischen Verbesserung beschäftigt.
Die Stevenrohre sahen etwas deplatziert aus.
Die Propeller sind lt. Bausatz an den hydraulisch schwenkbaren Oberflächenantrieben befestigt.
Ich habe also den Mini Dremel genommen und die PS Oberflächenantriebe ( nach dem Zusammenkleben ) in Einzelteile zerlegt.
Diese Teile habe ich dann an meinen Stevenrohren befestigt um so den Eindruck des originalen Antriebes optisch herzustellen.

Hier ein Bild eines Spenderantriebs vor der Operation.

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Es folgt ein Bild des modifizierten Stevenrohres.

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Sowie ein Detailbild meines Arneson Antriebs.

P1010109

Bis hier war ja noch alles Spaß.
Aber jetzt wird es ernst: Houston wir haben ein Problem !
Die Antriebskomponenten habe ich 1 zu 1 von der Hermann Marwede übernommen.
Diejenigen von Euch, die beim außerplanmäßigen Schönwetteranfahren dabei waren, haben gesehen dass die Marwede echt gut läuft.
Da dachte ich mir: Dieser Antrieb ist das Richtige für eine schnelle Jacht.
Also sollten in die Sunseeker Predator, 2 Speed 300 Motoren und 2 Thor 15 Regler. Zur Stromversorgung wollte ich mit 4 bis 6 ( je nach möglicher Zuladung ) Mignon-Zellen arbeiten ( Energizer 2500 mA ). Diese Zellen habe ich bereits in der Arkona sowie der Vegesack ( Tochterboot der Georg Breusing ) erfolgreich eingesetzt.
Zum Glück habe dann doch Zweifel an der möglichen Verdrängung der Predator bekommen.
Also die Küchenwaage her.
Auf Null gestellt, den Rumpf rauf, die Motoren rein, die Akkus, die Fahrtregler, den Empfänger, den Aufbau……..mmmmmmhhhhhh……….
Das angezeigte Gewicht kam mir doch etwas viel vor.
Also erstmal im Internet recherchiert:

Die Sunseeker Predator 108 hat eine Wasserverdrängung von 70 t. Auf den Maßstab 1:72 runter gerechnet entspricht diese Verdrängung 190 gr.

Leider zeigt meine Küchenwaage mehr als 400 Gramm an…..und das ohne Farbe, Wellenfett, Lötzinn, Kabel und Klebstoff.
Ich habe also eine neue Devise ausgegeben:

Gewicht sparen

Also die Motoren werden durch kleine Mabuchi Motoren ersetzt. Als Fahrtregler kommen jetzt Thor 4 von CTI zum Einsatz und die Akkus ersetze ich durch AAA Zellen mit 1000 mA von Sanyo.
Jetzt liege ich wieder innerhalb der Toleranzgrenze.
Ein wenig zuviel an Verdrängung ist m.E nicht problematisch, sondern kann im Gegenteil durchaus zur Fahrstabilität beitragen.
Meine Hermann Marwede hat eine berechnete Verdrängung von 1.100 gr. und bringt tatsächlich 1.500 gr. auf die Waage. Auch die Arkona ist mit berechneten 290 gr. und tatsächlichen 370 gr. noch gut dabei.
Aber über 500 gr. zu 190 gr. das geht wohl nicht mehr.

Jetzt folgt noch ein Bild mit den neuen, kleinen Motoren.

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Sowie ein Bild der eingeklebten Innenverkleidung mit Reling.

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So, da ich heute morgen früh aufgestanden bin und überhaupt keine Lust auf Haus- oder Gartenarbeit hatte, habe ich den ganzen Tag an der Sunseeker Predator weiter gewerkelt.

Heute stand die Verkabelung auf dem Programm.

Ich habe nach nochmaligem Wiegen und Probeschwimmen in der Duschwanne, 6 1,2V AAA Zellen eingebaut. Zum Einschalten benutze ich einen 2fach Umschalter.

Damit kann ich + und – von den Fahrtreglern ( und damit vom BEC ) trennen und auf die Ladebuchse ( aus altem Kassettenrecorder ) umschalten.

Die Verkabelung der Ladebuchse ist auf dem ersten Bild zu sehen.

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Nach Vollendung der Verkabelung habe ich das Deck aufgeklebt. Das zweite und dritte Bild zeigt die Trockenphase.

P1010113   P1010114

Jetzt folgen ein paar Bilder auf denen hoffentlich zu erahnen ist, wie es im Inneren des Modells aussieht.

Verbaut sind:

2 Mabuchi-Motoren

2 Thor 4 Regler von CTI

1 Kreuzmischer von C…

1 Empfänger AR 6000 von Spektrum

6 AAA Zellen 1,2V 1000mA

P1010115   P1010116   P1010117   P1010118   P1010119

Nach dem finalen Zusammenbau ( Deck aufgeklebt ) habe ich eine weitere Probefahrt in der Duschwanne absolviert.
Na ja, also ins Gleiten kommt die Sunseeker Predator mit den Motoren nicht.
Aber für kleine Fahrt reicht es schon.
Dafür ist sie sehr wendig. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Kreuzmischer, kann ich jetzt in der Dusche Kreise fahren.
Wenn das Wetter hält und wir uns morgen am See treffen, werde ich die Kleine mitbringen.
Auf eine Probefahrt im See bin ich schon sehr gespannt.

Es folgt noch eine Totale ohne Aufbau.

P1010120

Sowie eine Totale mit Aufbau.

P1010121

Und ein Blick von hinten auf den Antrieb.
Hallo Modellbaufreunde, heute war natürlich keine Zeit zum Bauen.
Wir haben dafür einen wirklich schönen Nachmittag am See verbracht.   😀
Timo hat wieder viele schöne Fotos geschossen.

Vielen Dank dafür !!   🙂

Da ich nun keinen Baufortschritt melden kann, will ich wenigstens von der erfolgreichen Probefahrt im See berichten.
Die Sunseeker Predator ließ sich gut steuern und lief auch gut. Nicht sehr rasant, aber wohl im Maßstab angemessen. Die Motoren wurden nicht warm und die Regler hielten gut durch.

Mit freundlicher Genehmigung von Timo stelle ich mal zwei Fotos von der Probefahrt ein.

DSC_0079   DSC_0075

Es ist mal wieder Zeit den Baufortschritt zu dokumentieren.
Leider hat sich in der letzten Woche nicht viel getan.
Wegen Arbeit und dem, durch das schöne Wetter verursachten, vorzeitigen Beginn des geheimen Sommerprojektes bin ich kaum zum Bauen an der Sunseeker Predator gekommen.
Ich habe immerhin meine gute alte Schneider Hobby Vario Lackierpistole aus der Ecke geholt und ausprobiert. Damit lassen sich tatsächlich auch Revell Farben gut lackieren. Aber das ist erstmal nur getestet worden.
Zurück zur Sunseeker Predator:

Nach der ersten erfolgreichen Probefahrt war ich mit dem Fahrbild noch nicht ganz zufrieden.
Außerdem hat die Optik mit den 25er raboesch Propellern nicht wirklich überzeugt.
Die Propeller habe ich jetzt gegen 20er 5 Blatt von Eldemodell ausgetauscht. Das entspricht auch dem Original.
Um den Schubverlust auszugleichen habe ich den Heckballast ( um die Badeplattform auf Wasserlinie zu drücken ) durch 2 weitere NiMh Zellen ersetzt.
Das Modell fährt jetzt mit 9,6V Fahrspannung.

P1010221   P1010222   P1010223

In Verbindung mit den neuen Propellern ergibt sich ein gutes Fahrbild.
In der Anlage sind 3 Bilder von den neuen Propellern zu sehen.
P.S. Möglicherweise ergibt sich eine kleine Verzögerung beim Bau der Sunseeker Predator da ich parallel jetzt das geheime Sommerprojekt gestartet habe.

Hurra,wir leben noch.

Die kurze Unterbrechung beim Bau der Sunseeker Predator 108 ist doch leider etwas länger geworden als geplant.
Aber es soll doch weiter gehen.
Während der Unterbrechung war ich aber nicht ganz tatenlos.
Es entstand die PBY Catalina im letzten Sommer ( siehe Bauberichte ) und Jahresrückblick-Film bei der Weihnachtsfeier. :D:-P:D
Dann gab es noch die Reparatur der Ruderanlenkung der Georg Breusing ( siehe Bauberichte ).
Aufgrund des Defektes der Georg Breusing habe ich mir dann noch einen angefangenen Bausatz der Adolph Bermpohl als Ersatzteilspender gekauft……
….und daraus dann die Arwed Emminghaus gebaut.

Zu guter letzt habe ich mir noch (einen der letzten ) Bausatz der Australia II von Thundertiger geholt, da ich mich den Seglern anschliessen will.
Die Aussie II ist ebenfalls fertig.
Ach ja, dann habe ich mir noch eine Werkstatt im hinteren Teil meines Carports eingerichtet, damit ich auch im Winter lackieren kann.
Aber jetzt soll es wirklich hier bald weiter gehen.   😉
Einen kleinen Baufortschritt habe ich schon zu vermelden:
Der Rumpf ist von außen in schwarz und weiß lackiert. Es fehlt allerdings noch die Einfassung der Bullaugen mit Silberfarbe.

P1020022

So jetzt mal ehrlich 😎
Ich habe die Restarbeiten an der Sunseeker Predator 108 durchgeführt ( ein bisschen Farbe hier, ein wenig Klebstoff da ). Und ich muss sagen:
Für das Bisschen hätte ich im letzten Jahr nicht unterbrechen müssen. :D:-P

Hier kommen die Bilder der fertigen Sunseeker Predator 108:

P1020062   P1020063

Endlich konnte ich dann auch meine Besatzung anbringen.
Da Revell bei diesem Bausatz keine Figuren beigelegt hat, habe ich zu Figuren aus dem Preiser Eisenbahnzubehör gegriffen.
Die Sunseeker Predator ist im Maßstab 1:72 ausgeführt. Die Preiser Figuren sind im Maßstab 1:87 vorhanden.
Das entspricht etwas kleineren Menschen ( Japaner ) :-P.
Die Figuren fügen sich aber meiner Meinung nach gut ein und füllen das Modell etwas mit Leben.

P1020066   P1020068   P1020067   P1020069

Zu guter letzt gab es natürlich auch eine feierliche Schiffstaufe.
Ich habe das Modell ja bisher immer als Sunseeker Predator 108 bezeichnet.
Das ist natürlich nur die Bezeichnung des Herstellers und des Typs.
Da ich gern unter deutscher Flagge fahren wollte, habe ich mir den einzigen ( von Revell mitgelieferten ) deutschen Heimathafen Aufkleber ausgesucht : Sylt.
Als einzigen deutsch klingenden Namen habe ich dann die Kathi ausgewählt.
Leider hat das Modell den Schlag mit der Sektpulle nicht überstanden.   😛
Scherz beiseite. Den Sekt habe ich natürlich getrunken. 😯
Hier noch ein paar Bilder des Hecks mit dem Namenszug.

P1020064   P1020065

Ende.

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