Clyde Puffer

Baubericht der „Clyde Puffer“

Die meisten von Euch kennen ja die Geschichte mit dem Baukasten, den Timo für meine Frau in England besorgt hat. Da ich noch nicht ausgelastet bin 😀 😀 habe ich dieses Projekt auch gleich angefangen.
Kurz, worum es sich handelt. Die sogenannten „Clyde Puffer“ sind kleine Küstenfrachter, die Anfang 1900 den Frachtverkehr in und um Schottland und die schottischen Inseln durchgeführt haben. Die Schiffe waren maximal 66 Fuß lang, damit sie den Kaladonien Kanal benutzen konnten. Der führt mitten durch Schottland und die Schleusen sind 70 Fuß lang. Diese kleinen Frachter waren mit einen einfach wirkenden Dampfmaschine ausgestattet und machten im Betrieb ein typisches puff – puff Geräusch. Daher der Name, obwohl es eigentlich „West Highland Coaster“ heißen müsste.

Jetzt zum Modell.

  • Dieses ist im Maßstab 1 : 24 gehalten
  • Länge ü.A. also ca. 90cm

Der Baukasten enthält neben einem hervorragend detailierten GFK -Rumpf noch Holzteile und eine Unmenge an Beschlagteilen aus Metall, auch Welle und Messingpropeller. Sozusagen mit Pütt und Pann und Besatzung. Ich hoffe, die ersten Bilder vermitteln einen guten Eindruck von dem schönen Teil.

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Natürlich habe ich auch an dem kleinen Frachter weitergebaut. Zuerst wurde der ganze Rumpf, wie in der Bauanleitung beschreiben, mit warmen Wasser und Neutralreiniger gründlich gewaschen. Also evtl. Reste von Trennwachs beseitigt. Dann habe ich ein Bodenplatte aus 5 mm Sperrholz eingesetzt. Dabei gehe so vor, dass ich die spätere Klebefläche einmal mit G4 grundiere. Nach Trocknung wird dann die Verklebung flächig mit Polyesterharz, angedickt mit Silikonflocken, vorgenommen.
Anschließend habe ich dann gleich die Welle und das Motorfundament eingebaut. Die Welle im Baukasten habe ich nicht verwendet. Diese ist extrem kurz, falls man eine Dampfmaschine einbauen will, und nur einfach in Messingbuchsen gelagert. Verwendet wurde eine Welle von Raboesch, welche absolut wasserdicht ist und in Bronzebuchsen läuft. Der Motor ist ein Bühlermotor mit 7-poligen Anker.

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Der nächste Bauabschnitt war dann der Anbau des Skegs an Heck und die Rumpfdurchbrüche für die Trossenklüsen.
Der schicke Messingpropeller musste schon mal probedrehen.

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Dann gleich noch angefangen, die Decksauflagen anzubringen.

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Auch hier gibt es Fortschritte zu vermelden. Die Decksauflagen sind vollständig eingebaut. Alle Holzteile einmal mit G4 grundiert. Der Motor, ein Bühlermotor ist montiert, ebenso das Ruderblatt.

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Bevor ich jetzt die Decks verleime, habe ich die Badewanne geflutet und eine Schwimmprobe gemacht. Einmal, um zu sehen, ob alle Rumpfdurchbrüche wasserdicht verklebt ist und um die Verdrängung zu prüfen. Es sind ja praktisch sämtliche Beschlagteile aus Metall. Im weiteren Bauverlauf werdet ihr noch sehen, was da alles zusammenkommt.
Also angegeben ist das Modell mit rd. 7 kg Verdrängung. Der Rumpf mit den bisherigen Einbauten wiegt rd. 2 kg. Also ab ins Wasser. Alle Klebestellen sind wasserdicht :=). Dann vier kleine Bleiakkus als Ladung eingebracht, zusammen ca. 7 kg. Und Entwarnung, bis zur Wasserlinie bei voller Abladung ist noch reichlich Luft. Es kann also weitergehen, ohne auf jedes Gramm achten zu müssen.

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Auch auf dieser Baustelle ist ein Fortschritt zu vermelden. Das Ruderservo ist eingebaut. Das Hauptdeck und das Quarterdeck sind verleimt.
Die Holzbeplankung für das Deck liegt schon mal zur Probe. Bevor das endgültig verlegt wird ist erst mal eine Schleiforgie angesagt, leider 🙁 :-(.

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Auf der Werft wurde weitergearbeitet. Die Decks sind alle fest aufgebracht. Danach die die Decksbeplankung (bedrucktes Sperrholz) des Vordecks und des Backdecks. Gut zu sehen sind die Ausfräsungen für die Lüftungsgitter und die Bunkerluken.

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Während der Wartezeit, bis der Kleber abgebunden hat, bin ich mit dem unteren Teil des Heckaufbaus angefangen.
Bullaugen anreißen und Bohren, Tür anreißen und alle Markierungen für Steigleitern usw. anreißen und bohren.

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So, heute endlich wieder Werkstatt. Die Fortschritte werden jetzt langsamer. Habe jetzt am Heckaufbau eine Menge Löcher für die ganzen Anbauteile angezeichnet und gebohrt.

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Dann habe ich es noch geschafft, die Handläufe auf dem Schanzkleid anzupassen und zu verleimen, sowie die ersten Ausrüstungsteile. Sehr hilfreich ist, dass fast alle Kleinteile, die irgendwo angebracht werden müssen, mit einem angegossenem Stift versehen sind. Vorbohren – kleben – hält :=) :=).

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Nochmal ein kleines Update. Heute noch einen Haufen Löcher gebohrt. Zum Beispiel für die Türscharniere, damit man die Teile öffnen kann. Es sind sogar Türdrücker dabei die bestehen aus dem eigentlichen Griff für aussen und dem Verschlussriegel für innen. Als ersten Eindruck mal zwei Bilder vom Heckaufbau mit Bullauge. Davor auf dem Deck eine Bunkerluke, Lüftungsgitter, Poller, Lippe und Fundament – Winkeleisen für den Aufbau. Also noch viel Arbeit.

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Nach vielen, vielen Löchern und vielem überlegen konnte ich jetzt anfangen, die Ausrüstung mit den Kleinteilen zu beginnen. Zuerst die Sachen, die innen am Schanzkleid anzubringen sind, einschließlich der Halterung für den ersten von vier großen Pollern aus Holz, Bleibt natürlich nicht ganz so gewaltig wie auf dem Bild.
Auf dem dritten Bild sind eine Reihe von Kleinteilen, vorbereitet für die Malerei.

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Ein Nachtrag zu den Zurüstteilen mit den ganzen Nieten. Zum genauen zuschneiden habe ich einen einfachen Anschlag auf dem Kreuztisch angebracht. Das Trennen erfolgt dann mit einer Trennscheibe.

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Nachdem ich lange mit mir gekämpft habe, ob ich dem Bauplan folge und die Washports (Speigatten) nur von aussen auf den Rumpf klebe, habe ich mir einen Ruck gegeben und mir zusätzliche Arbeit gemacht. Man nehme eine Schablone, zwei kräftige Klemmen und in der Proxxon einen kleinen Fräser, der grund- und flankenschneidend ist. Schon sind ruckzuck die Öffnungen gefräst. Etwas nachgeputzt und sieht schon ganz ordentlich aus. Allerdings sind jetzt sechs Scharniere anzufertigen.

Übrigens diese Öffnungen nennt man unter Fachleuten: Kotz – Klüsen 😀 😀 !!

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Bevor ich in den wohlverdienten Urlaub entfleuche hier noch die letzten Neuigkeiten von der Werft. Die genieteten Winkeleisen sind verbaut und die ersten Relingstützen.

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Nebenbei sind die Aufbauten des Vordecks auch schon in Arbeit. Der Niedergang und das Paddemang (auch Schiethus genannt) nehmen Gestalt an. Das kleine Teil zwischen den beiden Aufbauten ist die Brille.

Wie heißt es noch so schön: Des Menschen lebt gleicht einer Brille, man macht viel durch 😀 😀 .

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So liebe Leute endlich finde ich die Zeit meine Fortschritte an dem kleinen Frachter zu dokumentieren.
Zwischenzeitlich habe ich schon eine Unmenge Kleinteile an Ort und Stelle verbaut. Fußplatten, die dazugehörigen Relingstützen und die Bugverstärkung. Auch die Rüsteisen für die Wanten sind jetzt dran.

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Aus dem Blog:

Timo :
Hallo Wolfgang. Du bist ja richtig am wühlen. Schaut sehr gur aus.
Bin auf das Endergebnis gespannt.


HalloTimo,
vielen Dank. Im Moment läuft tatsächlich endlich mal gut. Bis zum Anschippern könnte es aber noch knapp werden. Es müssen eine Unmenge Kleinteile gemalert und dann verbaut werden. Seht ihr demnächst auf den Bildern.

Gruß Wolfgang


Björn :
Naa muss ja nicht fertig sein, hauptsache ist dicht und schwimmt 🙂
Aber ist echt nen schöönes Schiff, i mag diese Alten Pötte, die haben noch sowas von der alten Schipper Romantik…
Mach weiter so…


Hallo Björn,
vielen Dank für die Blumen 🙂 Werde mir Mühe geben.

Gruß Wolfgang


 

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